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Ich regle auch meine Nachfolge frühzeitig.

Gestrickte Babyschuhe zur Verdeutlichung, wann die Regelung der Nachfolge beginnt.Die Unternehmensnachfolge zu regeln, ist eine der wichtigsten Aufgaben eines Chefs. Das Foto verdeutlicht, an welchem Punkt die Nachfolgeregelung ihren Anfang hat. Doch so einfach ist es nicht immer. Im Übrigen hängt der Erfolg einer Regelung der Nachfolge nur wenig davon ab, ob der eigene Nachwuchs in die Fußstapfen des Seniors tritt oder nicht; nur wenige Senioren machen sich dies bewusst. Wenn andere wichtige Aspekte berücksichtigt werden, geht jedoch der Wechsel des Staffelstabes ruhig und erfolgreich über die Bühne – zum Nutzen des Seniors, des Übernehmers und nicht zuletzt des Unternehmens.

Ein wahrlich provokatives Foto für das Thema Unternehmensnachfolge. Ja, das soll es sein. Typischerweise wünschen sich Unternehmer, dass ihre Kinder einmal in die Fußstapfen des Seniors treten. Wie oft hat sich dieser Gedanke schon verfestigt, noch bevor der Nachwuchs gezeugt ist. Viele Geschäftsinhaber hoffen von vorne herein darauf, dass die eigenen Kinder in die Firma einsteigen. Sie begeben sich damit in die Abhängigkeit davon, wie die Kinder entscheiden, wenn sie so weit sind. So mancher forciert die Entscheidung der Kinder und erreicht damit oft genau das Gegenteil. Und als wie tragisch erlebt der Unternehmer den Tag, an dem bekannt wird, dass Tochter oder Sohn das Unter­nehmen gar nicht übernehmen will oder kann! Die gesamte Nachfolgeplanung wird mit einem Schlag Makulatur. Eine solche Situation kennt wohl jeder – aus eigener Erfahrung oder vom Hörensagen.

Ein anderes typisches Szenario ist, dass der Unternehmer kinderlos ist oder schon frühzeitig weiß, dass die eigenen Kinder für eine Nachfolge nicht in Frage kommen, er aber erst über seine Nachfolge beginnt nachzudenken, wenn er im Grunde genommen kaum mehr der Unternehmertätigkeit nachkommen kann. Auch eine solche Situation ist sehr häufig anzutreffen.

Der Idealfall tritt ein, wenn der Senior-Unternehmer in einem Alter, in dem er noch gesund und vital ist, mit gutem Gewissen und in vollem Vertrauen das Unternehmen an die jüngere Generation abgibt und sich dann auf sein Leben konzentriert, auf seine Hobbies, auf die Erfüllung lang gehegter Wünsche. Auch das kommt, wenn auch nicht in allzu großer Zahl, durchaus vor. Wie kommt das? Was muss vorher geschehen sein? Was wurde dafür getan? Welche Entscheidungen wurden wann so gewählt, dass dieser ideale Fall einer geordneten und für alle positiven Unternehmensnachfolge eingetreten ist, eintreten konnte?

Die Gründe für den glücklichen Ausgang der Nachfolgeplanung sind sicherlich individuell unter­schiedlich. Dennoch gibt es auffällige Gemeinsamkeiten:

  • Der Unternehmer ist sich idealerweise bereits als junger Mensch seiner langfristigen Ziele bewusst und weiß daher, wofür er brennt, was der wirkliche Motor für seine Tätigkeit ist, woher er seine Motivation bezieht.
  • Der Unternehmer hat seine langfristigen Ziele so in kleinere Ziele aufgeteilt, dass damit ein roter Faden für sein Leben entsteht. Damit erkennt dieser Unternehmer nicht nur, was er will, sondern auch wie er das will. Der Weg zum Ziel wird damit klar.
  • Er legt großen Wert auf Unabhängigkeit, insbesondere auf Unabhängigkeit von der Entscheidung anderer Menschen. Diese Autarkie sorgt dafür, dass er selbst bestimmen kann, was er tun will, dass er frei entscheiden kann.
  • Der Geschäftsinhaber legt einen langfristigen Fahrplan fest, in dem er beschreibt, welche grundlegenden Entscheidungen wann getroffen sein sollten. Mit dieser Nachfolgeplanung macht er sich bewusst, wie viele Jahre vor seinem Ausscheiden ein Nachfolger feststehen muss, um ihn so fördern zu können, dass der Übergang nahtlos vonstatten gehen kann.
  • Er entwickelt einzelne angestellte Mitarbeiter so weit, dass sie den Nachfolger in den ersten Jahren seiner Tätigkeit als Chef kompetent unterstützen können. Diese Mitarbeiter könnten auch die Geschäftsführung übernehmen, wenn der Wunschkandidat ausfällt. Falls kein Wunschkandidat da ist, können solche Mitarbeiter auf die Geschäftsführung ausdrücklich vorbereitet werden.
  • Die Übergabe der Geschäftsführung erfolgt geplant und ohne besonderen Zeitdruck. So hat der Nachfolger die Möglichkeit, sich entsprechend tief einzuarbeiten. Kommt der Nachfolger unmittelbar zur Übernahme der Leitung in das Unternehmen, so kann er wegen der verfügbaren Zeit sorgfältig ausgewählt werden.
  • Der wichtigste Punkt: Bei einer geglückten Unternehmensnachfolge ist stets ausschlaggebend, dass der Senior nach Abgabe der Geschäftsführung loslässt. Dazu ist zwingend nötig, dass er sich damit vorher ausführlich auseinandersetzt, dass die Übergangsphase ganz klar und unmissverständlich definiert ist, dass er sich auf neue Aufgaben in der Zeit danach freut.